Christlich-orthodoxer Wohltätigkeitsverein der Freunde
des Heiligen Klosters Pantokrator, Melissochori, “Der Heilige Gregorios Palamas“
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Altvater Paissios der Agiorit, Worte Band 4 - Familienleben

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Altvater Paissios der Agiorit

Worte

Band 4

Familienleben

Mit dem vorliegenden Band setzen wir die Veröffentlichung der Worte des seligen Altvaters Paissios fort mit Themen, die die Familie betreffen sowie die Prüfungen, denen sich der Mensch heute infolge der Krise der Institution der Familie gegenübersieht. Der Altvater sagte, daß die meisten Briefe, die er erhielt, von Menschen stammten, die Familienprobleme hatten. Er führte diese Probleme zurück auf die Entfernung der Mensen von Gott und auf ihre Selbstliebe. „Früher war das Leben ruhiger”, pflegte er zu sagen, „und die Menschen übten Geduld. Heute aber sind alle wie Zunder. Nicht die geringste Bemerkung ertragen sie. Und danach automatische Scheidung!”

 


312 Seiten, 15,5x23 cm

Sprache: Deutsch



Mit dem vorliegenden Band setzen wir die Veröffentlichung der Worte des seligen Altvaters Paissios fort mit Themen, die die Familie betreffen sowie die Prüfungen, denen sich der Mensch heute infolge der Krise der Institution der Familie gegenübersieht. Der Altvater sagte, daß die meisten Briefe, die er erhielt, von Menschen stammten, die Familienprobleme hatten. Er führte diese Probleme zurück auf die Entfernung der Mensen von Gott und auf ihre Selbstliebe. „Früher war das Leben ruhiger”, pflegte er zu sagen, „und die Menschen übten Geduld. Heute aber sind alle wie Zunder. Nicht die geringste Bemerkung ertragen sie. Und danach automatische Scheidung!”


Der Altvater ordnete sich frühzeitig und aktiv in die große Familie der Kirche ein und empfand, daß er nicht länger seinem eigenen begrenzten Familienkreis angehörte. Er erwarb die göttliche Liebe und wurde zum Kind Gottes. Deshalb empfand er alle Menschen als seine Geschwister und liebte einen jeden „mit der innigen Liebe Jesu Christi” (Phil 1,8).


„Wenn ich einen Betagten sehe”, bemerkte er zu uns, „sage ich mir, daß er mein Vater ist. Sehe ich eine alte Frau, sage ich mir, daß sie meine Mutter ist. Sehe ich ein kleines Kind, betrachte ich es als meinen kleinen Neffen. Alle liebe ich sie. Über die einen freue ich mich, für die anderen empfinde ich Schmerz. Weißt du, was das heißt?”


Doch er wurde auch selbst für die anderen, je nach Situation, zum Kind, zum Bruder, zum Vater, zum Großvater. Und diese aufrichtige Liebe half jedem, der sich ihm näherte, die heilsame Veränderung zu erfahren, das Wort Gottes anzunehmen und in Einklang damit zu leben. Als Glied des Leibes Christi betete er nicht nur mit Schmerz für alle, die in der Familie Probleme hatten, sondern er half ihnen auch mit seinem Wort, wenn sie ihm darum baten, sogar noch in den spezifischsten Fragen des Familienlebens, obwohl er selbst als Asket lebte.


Da er selbst geprüft worden war im „Schmelztiegel der Prüfungen” und im Glutofen der Krankheit, die ihn in verschiedenen Formen heimsuchte von 1947 bis zu seinem Hingang im Jahr 1994, litt er mit jedem Geprüften und betete mit Schmerzen für die Kranken. Um seine eigene Gesundheit kümmerte er sich nur soweit, daß er fähig blieb, für sich selbst zu sorgen und jenen zu helfen, die ihn besuchten. Er glaubte fest, daß Gott Sich erbarmen und sein Gebet für die anderen Kranken erhören würde, wenn er hinwegsah über sein eigenes Leiden. Dabei empfahl er den Kranken stets, alles zu tun, was menschenmöglich war, um Heilung zu finden, und das, was dem Menschen unmöglich war, Gott zu überlassen. Zugleich stärke er ihr Gottvertrauen, sodaß sie ihre Krankheit mit Hoffnung auf Gott hinnahmen, aber sich auch daran erinnerten, daß wir alle „Fremdlinge und Vorübergehende” (1 Petr 2,11) sind in diesem Leben, und sich vorbereiteten auf das ewige Leben.


Der vorliegende Band -dessen Herausgabe mit dem Segen unseres Bischofs erfolgt, Seiner Emineny des Metropoliten Nikodemos von Kassandria- setzt sich zusammen aus einem einleitenden Kapitel sowie sechs Teilen. Viele der darin behandelten Themen ergaben sich aus Gesprächen der Gerontissa und bestimmter Schwestern mit dem Altvater. Denn obwohl wir der Weisung und dem Grundsatz des Altvaters gemäß diejenigen, die uns um geistige Hilfe ersuchen, zum Beichtvater schicken, kam es -und kommt es- oft vor, daß die Menschen in ihrem Umgang mit der Gerontissa oder einer älteren Schwester unter dem Druck einew dringenden Problems ihren Schmerz ausdrücken und um Rat bitten. Um sicher zu sein, daß die Antwort, die wir in bezug auf eine ernste oder schwierige Frage gaben, die richtige war, wandten wir uns jeweils im nachhinein an den Altvater, der uns sagte, welches in jedem dieser Fälle die Gott gemäße Angehensweise war. Doch auch bei den Synaxen der Schwesternschaft oder bei persönelichen Gesprächen mit den Schwestern pflegte er, ausgehend von irgendeinem Vorfall im Leben des Koinobions oder von einen bestimmten Frage unsrerseits, über die Schwierigkeiten zu sprechen, denen sich die Laien in der Welt gegenübersahen. Dies tat er, damit wir mit Schmerz für die Leute beteten. Er gab uns auch Beispiele von Familienvätern oder von Müttern, die, obwohl ihnen die Erleichterungen der Mönche für einen geistigen Lebenswandel fehlten, ein heiliges Leben führten. Auf diese Weise ermunterte er uns, mit mehr Hochherzigkeit zu kämpfen. Einige dieser Themen wurden ergänzt mit Passagen aus Briefen des Altvaters, die uns Kleriker oder gottesfütchtige Laien übergaben.


Als Hilfe für die Heranwachsenden, die sich fragen, welchem Weg sie in ihrem Leben folgen sollen, wurde dem vorliegenden 4. Band das einleitende Kapitel „Die Jungen vor der Wahl zwischen zwei Lebenswegen” beigefügt. Darin wird unterstrichen, daß beide Wege, die unsere Kirche vorgezeichnet hat -jener der Ehe und jener des Mönchtums-, gesegnet sind. Die Jungen sollen umbeeinflußt und mit Vertrauen auf Gott einen dieser beiden Wege wählen, entsprechend ihrer Neigung, ihren Kräften und ihrer Hochherzigkeit. Die grundlegende Voraussetzung für ihren Fortschritt ist auf beiden Wegen, daß sie in Reinheit und geistig leben.


Im ersten der sechs Teile des vorliegenden Bandes werden als Fundamente der Familie die edelmütige Liebe und die gegenseitige Ehrfurcht der Eheleute genannt. Die Geduld in den Schwierigkeiten des Familienlebens, wenn sie einhergeht mit Gebet, rettet die Familie vor der Auflösung.


Im zweiten Teil, welcher die Pflichten und die Verantwortung der Eltern für die richtige Erziehung der Kinder behandelt, wird im Besonderen die Wichtigkeit des Beispiels betont, der „Ermahnung ohne Worte” der Eltern an die Kinder, sowie die Rolle der Mutter. Ebenfalls unterstrichen wird, daß die Zärtlichkeit und Liebe zu den Kindern grundlegende Voraussetzungen sind für ihre normale Entwicklung.


Der dritte Teil ist den Kinder gewidmet, ihren Freuden und ihren Schwierigkeiten, vom Kleinkindesalter bis zur Volljährigkeit, sowie ihren Pflichten gegenüber den Eltern. Die Ehrfurcht und die Liebe zu den reifen Alter, sichert ihnen den Segen Gottes.
Im vierten Teil werden einfache und praktische Ratschläge erteilt für das geistige Lieben innerhalb der Familie. Damit wird sowohl den Kinder als auch den Eltern geholfen, das Evangelium im Alltag zu leben, sei es zu Hause, sei es bei der Arbeit, welche, soweit wie möglich, beitragen soll zur Gott gemäßen Vollendung beider, statt sie zu ersticken in fortwährendem Streß.


Im fünften Teil ist von den verschiedenen Prüfungen die Rede, denen sich die Menschen in ihrem Leben gegenübersehen, und hier wird betont, welchen Trost und welche Kraft Gott denen schenkt, die diese Prüfungen nicht nur mit Geduld, sondern auch mit Gotteslob angehen. Krankheit, Behinderung, Verleumdungen sind Segensgaben Gottes für den Menschen, der den tieferen Sinn des Lebens begriffen hat. Mit den Mühsalen, durch die er geht, begleicht er Sünden oder sammelt sich himmlischen Lohn.
Im sechsten Teil schließlich werden Fragen behandelt, die mit der richtigen Einstellung zum Tod und mit der Vorbereitung darauf zu tun haben. Der Altvater stellt klar, welches die wahre Tröstung jener ist, die um den Tod einer geliebten Person trauern, und betont, wie hilfreich die Gedächtnisfeiern, die Gebete und Almosengaben sind, die für die Entschlafenen dargebracht werden. Abschließend gibt er ein einfaches und anschauliches Bild des künftigen Gerichts und des ewigen Lebens.
Die Themen des vorliegenden Bandes können einerseits für diejenigen, die in der Weltkämpfen, eine Hilfesein, um „den guten Kampf” (1 Tim  6,12) mit größerem Eifer fortzusetzen. Zum anderen können sie das Gewissen von Menschen wecken, die sich fern von Gott plagen, damit in ihnen der Wunsch erwächst, bewußte Glieder der Kirche zu werden und sich innerhalb der kleinen Gemeinschaft ihrer Familie des Friedens und der Erquickung zu erfreuen, zu der das geistige Leben verhilft.


Andererseits betonen sie auch die Unerläßlichkeit des Einhaltens aller Gebote Gottes, die „nicht schwer sind” (1 Joh 5,3), in der Ehe. Wenn beispielsweise jeder der beiden Ehepartner seinen eigenen Willen opfert und dem anderen gehorcht, so fühlt er sich nicht niedergedrückt, denn er tut es aus Liebe und empfindet in seinem Innern eine süße Tröstung.


Vielleicht wird der heutige Mensch, der an die „laxen Gesetze” der zeitgenössischen Gesellschaft gewöhnt ist, einige der Standpunkte des Altvaters als zu absolut und unanwendbar betrachten, doch wenn er sie auf der Grundlage des Evangeliums beurteilt, wird er feststellen, daß sie dessen genauer Ausdruck sind. Der Altvater zielt stets auf die Christus gemäße Vollkommenheit hin. Doch in seiner erleuchteten Seelenführung ist er nachsichtig gegenüber der menschlichen Schwäche und macht Gebrauch von der „Ökonomie”,* selbstverständlich ohne damit die Sünde zu rechtfertigen. Anhand von Beispielen, von Begebenheiten aus dem Leben früherer Zeiten usw., versucht er, dem heutigen Menschen die Einsicht zu vermitteln, daß Gott lebt und    „alles in allen wirkt” (1 Kor 12,6). Er wirkt nicht nur als Lohnspender im künftigen Leben, sondern auch als zärtlicher Vater im jetzigen Leben. Doch hierzu muß der Mensch mit seinem kleinen Kampf seinen guten Willen zeigen. Wenn er sich auch nur ein wenig müht, wird er viel empfangen. Diese kleine Mühe aber muß er erbringen, damit er Gott das „Recht” gibt, mit viel Hilfe in seinem Leben zu intervenieren.


Wir danken allen, die die Handschrift des vorliegenden Bandes durchgesehen und mit großer Scheu einige Gedanken geäußert haben, um ihre Gestaltung zu verbessern.


Hiermit äußern wir den Wunsch, daß die Worte des Altvaters der Familie, die heute infolge des Vergessens oder der Mißachtung der Gebote Gottes in großen Schwierigkeiten ist, helfen möchten, im Schoß der Kirche ihre wahre Bestimmung wiederzufinden, damit sowohl die Eltern als auch die Kinder von diesen irdischen Dasein an das Paradies leben.


Am 16, September 2002
Gedächtnis der heiligen Großmartyrerin Euphemia


Die Higumenin des Heiligen Klosters, Mönchin Philothei,und die Schwestern in Christus mit mir

_____________________
* . In der Sprache der Kirche bedeutet der Bergriff „Ökonomie” die Abweichung von der Genauigkeit der Regel, des Kanons, welche die Kirche nach den Vorbild der unendlichen Barmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit Gottes dann wählt, wenn sie erachtet, daß dies zum geistigen Nutzen gereicht.

Vorwort 9
Die Jungen vor der Wahl zwischen zwei Lebenswegen 19
ERSTER TEIL  
VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE STABILITÄT
DER FAMILIE
 
KAPITEL 1
Für eine harmonische Familie
39
KAPITEL 2
Durch die Geduld wird die Familie gerettet
49
ZWEITER TEIL  
DIE ELTERN UND IHRE PFLICHTEN
 
KAPITEL 1
Kinder zeugen
65
KAPITEL 2
Die Rolle der Mutter beim Aufziehen der Kinder
84
KAPITEL 3
Die Verantwortung der Eltern für die Erziehung der Kinder
98
DRITTER TEIL  
DIE KINDER UND IHRE PFLICHTEN
 
KAPITEL 1
Die Kinder, ihre Freuden und ihre Schwierigkeiten
127
KAPITEL 2
Ehrfurcht und Liebe der Kinder gegenüber den Eltern
142
VIERTER TEIL  
GEISTIGES LEBEN  
KAPITEL 1
Das geistige Leben in der Familie
157
KAPITEL 2
Arbeit und geistiges Leben
176
KAPITEL 3
Enthaltsmkeit im täglichten Leben
189
FÜNFTER TEIL  
DIE PRÜFUNGEN IN UNSEREM LEBEN
 
KAPITEL 1
"Wir gingen durch Feuer und durch Wasser"
203
KAPITEL 2
Krankheiten
221
KAPITEL 3
Behinderung ist eine Segensgabe von Gott
246
KAPITEL 4
Die geistigen Gesetze
257
SECHSTER TEIL  
DER TOD UND DAS KÜNFTIGE LEBEN  
KAPITEL 1
Rechte Einstellung zum Tod
267
KAPITEL 2
"Damit ihr euch nicht grämt wie die übrigen, die keine Hoffnung haben"
280
KAPITEL 3
Das Leben nach dem Tod
288
INDEX  
I.  Verzeichnis der Schriftzitate 305
II. Stichwortregister 307




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